Zecken - Klein, aber sehr gefährlich!
Wissenswertes über Zecken.
Sobald die warmen Tage kommen, sind die Zecken aktiv. Sie können Erreger übertragen die unangenehme Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder FSME verursachen können.
Zecken leben vorzugsweise im Unterholz des Waldes, in Sträuchern, Büschen und Gräsern, auf Wiesen mit hohem Gras, Lichtungen und Waldränder. Zecken können nicht, wie oft angenommen von Bäumen fallen, sondern warten im Gras oder Büschen auf einen geeigneten Wirt wie zum Beispiel Tiere und Menschen. Bei Menschen verstecken sich Zecken vor allem an versteckten Orten des Körpers. Etwa hinter den Ohren, Kniekehlen, oder in der Schamgegend.

Wie entferne ich eine Zecke?

Je länger der Saugakt einer Zecke dauert, desto grösser ist das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern. Ein schnelles Handeln ist darum sehr wichtig. Am besten wird die Zecke mit einer Zeckenzange oder einer Pinzette hautnah gefast und mit einem geraden Zug herausgezogen. Die Einstichstelle sollte danach unbedingt desinfiziert werden.

Wo entsorge ich die Zecke?

Entweder zerdrücken Sie die Zecke in einem Küchenpapier oder sie verbrennen sie.

Was für Infektionen können entstehen?

Die Zecken können zwei Erreger übertragen. Am meisten wird das Bakterium Borrelia übertragen, das die Lyme-Borreliose auslösen kann. Als weiteres kann der Virus, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME-Virus) weitergegeben werden.


Wie erkenne ich eine Lyme-Borreliose?

Beobachten Sie die Einstichstelle nach der Entfernung der Zecke immer wieder und schreiben Sie sich das Datum auf.

  • Stadium I: Wandernde Rötung als erstes Krankheitszeichen. An der Stichstelle entsteht nach wenigen Tagen eine Rötung, die sich ausdehnt und ringförmig wird. Gleichzeitig können auch grippeartige Symptome vorhanden sein. Eine Heilung erfolgt meist von alleine innert Tagen bis Wochen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist wichtig, um eine Ausbreitung des Erregers auf weitere Organe zu verhindern.
  • Stadium II:  Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich, kann es  zu verschiedenen Organbeteiligungen kommen. Davon betroffen sind die Gelenke (vor allem am Knie), das Nervensystem (Hirnhaut, Gehirn, Gesichtsnerven), die Haut (Schwellungen) und seltener das Herz (Herzrhythmusstörungen)
  • Stadium III: Werden die beschriebenen Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt, können chronische Schädigungen (z.B. Arthritis, Pergamenthaut durch Hautatrophien) zurückbleiben. Auch Schäden des Nervensystems bis hin zu Hirn- und Knochenmarkentzündungen kommen vor.

Wie erkenne ich eine Frühsommer-Meningoenzephalitis?

Eine FSME ist im typischen Fall durch einen zweiphasigen Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Sie beginnt zunächst mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, ähnlich einer Sommergrippe. Unter Umständen ist die Erkrankung damit auch schon wieder überstanden. Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus jedoch das zentrale Nervensystem. Die mildeste Form ist in diesem Fall eine Hirnhautentzündung (Meningitis). Sie geht mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifheit einher.
Eine schwerere Form der FSME ist die Gehirnentzündung. Hier sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das ganze Gehirn von der Erkrankung betroffen. Es kann neben den Symptomen einer Hirnhautentzündung unter anderem zu Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen, zu psychischen Veränderungen oder bestimmten Lähmungserscheinungen kommen. Auch das Rückenmark bzw. die entsprechenden Nervenwurzeln können vom FSME-Virus geschädigt werden.

Wie Schütze ich mich vor FSME?

Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis  gibt es eine Impfung. Sie bietet einen hohen Schutz einer FSME-Erkrankung. Das FSME Virus kann sofort nach dem Zeckenstick übertragen werden und kann leider nicht behandelt werden.

Tipps zum Schutz vor Zeckenstichen:

  • Enge, den ganzen Körper bedeckende helle Kleidung tragen.
  • Die Beine, Arme und Nacken mit Zeckenspray einsprayen.
  • Die offiziellen Waldwege nicht verlassen.
  • Kontakt zu Wildtieren meiden ( Mäuse, Igel, Vögel)
  • Haustiere kontrollieren
  • Nach Aufenthalt im Freien den Körper gründlich absuchen.

Haben Sie noch Fragen?

Wir geben Ihnen auch gerne telefonisch Auskunft. Weitere Informationen zum Beispiel über die Zeckengebiete finden sie hier.
Sie können die Zecke nicht selber entfernen? Kein Problem, wir helfen Ihnen dabei, Kommen sie vorbei.

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